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Sensorgrößen im Vergleich
Die Sensorfläche verändert drei Dinge gleichzeitig. Nur eines davon ist im fertigen Bild meist sichtbar.
Zuletzt aktualisiert: 12. August 2026
Die Sensorgröße ist das Merkmal, über das am meisten diskutiert und am wenigsten gemessen wird. Was sie tatsächlich beeinflusst, lässt sich klar benennen.
Die drei Effekte
Bildwinkel. Ein kleinerer Sensor bildet einen engeren Ausschnitt desselben Objektivs ab. Der Crop-Faktor beträgt bei APS-C etwa 1,5, bei Micro Four Thirds 2,0.
Freistellung. Um denselben Bildausschnitt zu erreichen, braucht ein kleinerer Sensor eine kürzere Brennweite oder mehr Abstand – beides verringert die Freistellung. Bei gleichem Bildausschnitt und gleicher Blendenzahl stellt Vollformat etwa eine Blendenstufe stärker frei als APS-C.
Rauschen. Größere Pixel sammeln mehr Licht. Bei gleicher ISO-Einstellung rauscht ein größerer Sensor weniger – in der Praxis etwa eine bis eineinhalb Blendenstufen zwischen APS-C und Vollformat.
Die Formate
Micro Four Thirds (17 x 13 mm). Kleinste und leichteste Ausrüstung, sehr gute Stabilisierung, große Schärfentiefe. Vorteil in Makro und auf Reisen, Nachteil bei wenig Licht.
APS-C (etwa 23 x 15 mm). Der beste Kompromiss für die meisten. In der Tierfotografie sogar im Vorteil, weil der Crop wie eine Brennweitenverlängerung wirkt.
Vollformat (36 x 24 mm). Beste Leistung bei wenig Licht, stärkste Freistellung, größtes Objektivangebot. Schwerer und teurer.
Mittelformat (ab etwa 44 x 33 mm). Sehr hohe Auflösung und Farbtiefe, langsam im Betrieb. Für Studio, Produkt und Landschaft, nicht für Bewegung.
Wo der Unterschied verschwindet
Bei gutem Licht, auf dem Stativ, bei Blende f/8 und einer Ausgabe in üblicher Bildschirm- oder Druckgröße ist zwischen den Formaten praktisch nichts zu sehen. Das betrifft Landschaft, Architektur und die meisten Produktaufnahmen.
Sichtbar wird der Unterschied bei wenig Licht, bei sehr großen Drucken und wenn extreme Freistellung zum Stil gehört.
Was wichtiger ist
Objektivqualität, Licht und der Standpunkt beeinflussen das fertige Bild deutlich stärker als die Sensorfläche. Ein gutes Objektiv an APS-C schlägt ein mittelmäßiges an Vollformat.
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