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Landschaft

Die besten Orte für Landschaftsfotografie

Die bekannten Orte sind bekannt, weil sie funktionieren. Die guten Bilder entstehen trotzdem meist woanders.

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2026


Es gibt zwei Wege zu einem starken Landschaftsbild: an einen bekannten Ort zur richtigen Zeit gehen, oder einen unbekannten finden. Der erste ist verlässlich, der zweite lohnender.

Orte, die verlässlich tragen

Mittelgebirge im Nebel. Sächsische Schweiz, Rhön, Schwarzwald. Herbst und Frühjahr, früh morgens. Der Nebel in den Tälern staffelt die Höhenzüge und liefert die Tiefenwirkung, die sonst fehlt.

Küste bei auflaufendem Wasser. Nord- und Ostsee, Atlantikküste. Priele, Buhnen und nasser Sand geben den Vordergrund, den flache Landschaften sonst schuldig bleiben.

Hochgebirge über der Baumgrenze. Alpen, Pyrenäen, Norwegen. Klare Formen, harte Kanten, schnelle Wetterwechsel. Details dazu unter Fotografie in den Alpen.

Halbwüsten und Dünen. Extreme Kontraste, minimale Formen. Die Praxis behandelt Landschaftsfotografie in der Wüste.

Eigene Orte finden

Die brauchbarste Methode ist unspektakulär: Kartenmaterial mit Höhenlinien und ein Sonnenstandsrechner. Du suchst nach Stellen, an denen eine erhöhte Position freie Sicht nach Osten oder Westen hat, und prüfst, wann die Sonne dort auf- oder untergeht.

Satellitenbilder verraten den Rest: Wo Wasser liegt, wo Baumreihen Linien bilden, wo Feldwege einen Vordergrund liefern. Danach fährst du hin - bei schlechtem Licht, zum Anschauen.

Der zweite Besuch zählt

Fast jeder gute Landschaftsfotograf war mehrfach am selben Ort. Beim ersten Mal findest du den Standpunkt, beim zweiten das Licht. Wer nur einmal hinfährt, bekommt das Bild, das das Wetter gerade hergibt.

Für die nächtliche Nutzung derselben Orte lohnt der Blick in die Astrofotografie.


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