Zum Inhalt springen
photo-blogg

Landschaft

Landschaftsfotografie mit Drohnen

Aus der Luft verschwindet die Staffelung und es bleibt das Muster. Das ist eine andere Bildsprache, kein anderer Blickwinkel.

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2026


Der häufigste Fehler bei Drohnenaufnahmen ist, dieselben Motive wie vom Boden zu fotografieren, nur höher. Was von oben funktioniert, ist selten dasselbe.

Was aus der Luft trägt

Muster und Wiederholung. Felder, Baumreihen, Wellenkämme, Solarparks. Von oben wird Struktur zur Fläche, und Fläche mit Rhythmus ist ein starkes Motiv.

Grenzlinien. Übergänge zwischen zwei Texturen: Wald und Feld, Wasser und Sand, Schnee und Fels. Die Kante ist das Bild.

Der senkrechte Blick. Kamera exakt nach unten, alles wird zweidimensional. Das ist die Perspektive, die es vom Boden aus überhaupt nicht gibt - und deshalb die einzige, die zwingend nach Drohne verlangt.

Massstab. Ein einzelnes Objekt in weiter Fläche. Ein Boot, ein Auto, ein Mensch. Von oben liest man Grössenverhältnisse sofort.

Einstellungen

Fliegen bedeutet Vibration und Wind, also kurze Verschlusszeiten - 1/500 Sekunde und kürzer. ISO möglichst niedrig, die kleinen Sensoren rauschen früh. In RAW aufnehmen, die Dynamik der Drohnenkameras ist begrenzt und braucht die Reserve.

Die beste Flughöhe ist meist die niedrigste erlaubte, nicht die höchste mögliche. Aus 30 Metern bleibt Struktur erkennbar, aus 120 wird alles zur Landkarte.

Rechtslage

In der EU gilt die Drohnenverordnung: Registrierung des Betreibers, Kennzeichnung des Geräts und je nach Klasse ein Kompetenznachweis. Verboten oder genehmigungspflichtig ist der Betrieb unter anderem über Menschenansammlungen, in Kontrollzonen von Flughäfen, über Naturschutzgebieten und über Wohngrundstücken.

Die Regeln ändern sich und unterscheiden sich je nach Land - vor dem Flug prüfen, nicht danach. Eine Karte mit den aktuellen Zonen gehört zur Vorbereitung wie der Akkucheck.

Für die klassische Bodenperspektive derselben Motive siehe Landschaftsfotografie und Die besten Orte.


Häufige Fragen

Brauche ich einen Drohnenführerschein?

Für die meisten Kameradrohnen ja - in der offenen Kategorie A1/A3 genügt ein Online-Kurs mit Prüfung, für A2 kommt eine zusätzliche Theorieprüfung dazu. Der Betreiber muss sich ausserdem registrieren und die Nummer an der Drohne anbringen.


Weiterlesen