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Astrofotografie: Milchstrasse fotografieren

Die Milchstrasse ist von März bis Oktober sichtbar - aber nur, wenn Mond und Standort mitspielen.

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2026


Das galaktische Zentrum, also der helle, strukturreiche Teil der Milchstrasse, ist von Mitteleuropa aus nur einen Teil des Jahres sichtbar. Wer das ignoriert, fährt an einen dunklen Ort und findet nichts.

Wann

Saison: Etwa März bis Oktober. Im Frühjahr geht das Zentrum kurz vor Sonnenaufgang auf, im Hochsommer steht es die halbe Nacht im Süden, im Herbst versinkt es früh am Abend.

Mondphase: Neumond plus minus vier Tage. Ein Halbmond hellt den Himmel so stark auf, dass die Struktur verschwindet.

Uhrzeit: Erst nach dem Ende der astronomischen Dämmerung, im Sommer also selten vor Mitternacht.

Wo

Lichtverschmutzung ist der begrenzende Faktor. Eine Karte mit Himmelshelligkeit zeigt, wo es dunkel genug ist - in Deutschland sind das im Wesentlichen die Eifel, Teile der Alpen, die Uckermark und der Nordosten Mecklenburgs.

Entscheidend ist der Südhimmel: Dort steht das galaktische Zentrum. Eine Stadt im Norden stört kaum, dieselbe Stadt im Süden macht das Bild unmöglich.

Einstellungen

  • Blende weit offen, f/2.8 oder besser
  • ISO 3200 als Startwert
  • Verschlusszeit nach der 500er-Regel, bei 20 mm also rund 25 Sekunden
  • Weissabgleich manuell auf etwa 4000 Kelvin
  • RAW, immer

Der Fokus ist der kritische Punkt: Live-View auf einen hellen Stern, maximale Lupenstufe, manuell scharfstellen. Danach den Fokusring nicht mehr anfassen - abkleben ist keine Übertreibung.

Der Vordergrund

Ein reines Sternenbild ist ein Dokument, kein Foto. Was das Bild trägt, ist ein Vordergrund: eine Bergsilhouette, ein Baum, eine Ruine. Am besten getrennt belichtet - der Vordergrund in der blauen Stunde, der Himmel später - und zusammengesetzt.

Weiter geht es unter Astrofotografie ohne teure Ausrüstung und, wenn es um Planeten statt um Deep Sky geht, unter Sterne und Planeten ablichten.


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