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Astrofotografie: Sterne und Planeten ablichten

Bei Planeten zählt nicht, wie dunkel der Himmel ist, sondern wie ruhig die Luft steht.

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2026


Sternenlandschaft und Planetenfotografie sind zwei verschiedene Hobbys, die nur die Uhrzeit teilen. Wer die Regeln des einen auf das andere anwendet, bekommt nichts Brauchbares.

Der Unterschied

Sternenlandschaften sind lichtschwach und grossflächig: Weitwinkel, offene Blende, lange Zeiten, dunkler Himmel.

Planeten sind winzig und hell: lange Brennweite, mittlere Blende, sehr kurze Zeiten. Lichtverschmutzung spielt fast keine Rolle - Jupiter ist über der Innenstadt genauso hell.

Der begrenzende Faktor ist stattdessen das Seeing, also die Luftunruhe. Bei schlechtem Seeing wabert das Bild, egal wie gut die Optik ist.

Die Lucky-Imaging-Methode

Der Standardweg bei Planeten ist kein Einzelbild, sondern ein Video: mehrere tausend Einzelbilder in ein bis zwei Minuten. Eine Software sortiert die schärfsten fünf bis zehn Prozent aus und rechnet sie zusammen.

Die Idee dahinter: In jedem Video gibt es Momente, in denen die Luft kurz ruhig steht. Man kann sie nicht vorhersagen, aber man kann sie nachträglich heraussuchen.

Was wann zu sehen ist

  • Jupiter: Wolkenbänder ab etwa 1000 mm Brennweite, die vier grossen Monde schon mit 300 mm.
  • Saturn: Ring ab etwa 800 mm erkennbar, Cassini-Teilung braucht deutlich mehr.
  • Mars: Nur um die Opposition alle gut zwei Jahre gross genug.
  • Venus: Zeigt Phasen wie der Mond, aber keine Oberflächendetails.

Ohne Teleskop

Mit einem 400-mm-Tele plus Telekonverter kommst du auf 800 mm - genug für Jupitermonde und die Ringform des Saturn als Andeutung. Für mehr führt kein Weg an einem Teleskop mit Nachführung vorbei.

Der Einstieg mit vorhandener Ausrüstung steht unter Astrofotografie ohne teure Ausrüstung, der Weg zu weiten Himmelsaufnahmen unter Milchstrasse fotografieren.


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