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Astrofotografie ohne teure Ausrüstung

Für die ersten Sternenbilder brauchst du kein lichtstarkes Weitwinkel. Du brauchst einen dunklen Himmel.

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2026


Astrofotografie hat den Ruf, teuer zu sein. Das stimmt ab einem bestimmten Punkt, aber nicht am Anfang. Der Unterschied zwischen Stadtrand und wirklich dunklem Himmel ist grösser als der zwischen einem Kitobjektiv und einer f/1.4-Festbrennweite.

Was du wirklich brauchst

Kamera mit manuellem Modus und Bulb. Praktisch jede Systemkamera und DSLR der letzten fünfzehn Jahre.

Stativ. Der einzige Punkt ohne Kompromiss. Ein wackliges Stativ macht jede weitere Investition sinnlos.

Fernauslöser oder Selbstauslöser. Der Zweisekunden-Selbstauslöser tut es auch.

Das war es. Ein Kitobjektiv bei f/3.5 und 18 mm liefert brauchbare Sternenlandschaften - du brauchst dafür etwas höhere ISO-Werte, mehr nicht.

Womit du die Lichtstärke ausgleichst

Wenn die Blende nicht weiter aufgeht, bleiben zwei Wege:

Mehr ISO. ISO 6400 mit Rauschen schlägt ein zu dunkles Bild. Rauschen lässt sich reduzieren, fehlende Belichtung nicht.

Mehrere Aufnahmen stapeln. Zehn bis zwanzig identische Aufnahmen mitteln das Rauschen heraus. Das ersetzt rechnerisch etwa zwei Blendenstufen und kostet nur Zeit. Kostenlose Stacking-Software gibt es reichlich.

Wo sich das erste Geld lohnt

Die Reihenfolge, wenn du aufrüsten willst:

  1. Fahrt an einen dunklen Ort. Kostet Sprit, wirkt am stärksten.
  2. Ein lichtstarkes Weitwinkel - eine gebrauchte f/2.8-Festbrennweite ist bezahlbar und bringt zwei Blendenstufen.
  3. Eine Nachführung. Erst hier wird es teuer, und erst hier wird Deep Sky möglich.

Ein Teleskop steht bewusst nicht auf dieser Liste - es ist der letzte Schritt, nicht der erste. Was mit Brennweite statt Lichtstärke geht, steht unter Sterne und Planeten ablichten.


Häufige Fragen

Reicht ein Smartphone für Astrofotografie?

Für Sternenlandschaften mit Nachtmodus überraschend weit, sofern das Telefon auf einem Stativ steht und einen manuellen Modus hat. Grenzen zeigen sich bei Detailauflösung und Rauschen - für die ersten Erfahrungen und zum Ausprobieren von Standorten reicht es aber aus.


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