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Makro

Einführung in die Makrofotografie

Makro fängt bei 1:1 an. Alles davor ist Nahbereich - und ein guter Ort, um anzufangen.

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2026


Makrofotografie beginnt technisch beim Abbildungsmassstab 1:1: Das Motiv erscheint auf dem Sensor in Originalgrösse. Ein zwei Zentimeter langes Insekt bedeckt dann zwei Zentimeter der Sensorfläche - bei Kleinbild also mehr als die halbe Bildbreite.

Der Weg in den Nahbereich

Makroobjektiv. Die saubere Lösung. Erreicht 1:1 ohne Zubehör, ist über den gesamten Fokusbereich korrigiert und lässt sich auch normal verwenden. 90 bis 105 mm sind der übliche Kompromiss zwischen Arbeitsabstand und Grösse.

Zwischenringe. Leere Tuben zwischen Kamera und Objektiv. Sie verkürzen die Naheinstellgrenze, kosten Licht und die Unendlichkeitseinstellung. Für einen Bruchteil des Preises kommt man damit erstaunlich weit.

Nahlinsen. Werden vorn aufgeschraubt, kosten kein Licht, aber Bildqualität am Rand. Günstig und schnell, für den Einstieg brauchbar.

Die ersten Einstellungen

  • Blende f/8 bis f/11 - darüber frisst die Beugung die Detailschärfe
  • Manueller Fokus, immer
  • ISO so hoch wie nötig, um auf 1/250 Sekunde zu kommen
  • Serienbild, weil der richtige Moment im Nahbereich Millimetersache ist

Die Wippen-Technik

Statt am Fokusring zu drehen, stellst du die Schärfe grob ein und verlagerst dann den Oberkörper langsam vor und zurück. Im Moment, in dem das Motiv scharf durchläuft, löst du aus - im Serienbild, mehrfach.

Das klingt behelfsmässig und ist die Standardmethode für bewegliche Motive. Der Fokusring ist im Massstab 1:1 zu grob.

Licht

Das Objektiv steht so nah, dass es das Motiv beschattet. Ein kleiner Aufheller aus weissem Karton, direkt neben dem Motiv gehalten, verändert mehr als jede Einstellung.

Weiter geht es mit den einzelnen Motivgruppen: Insekten, Pflanzen und Wassertröpfchen.


Häufige Fragen

Ist ein Makroobjektiv auch für Porträts brauchbar?

Ja, sehr gut sogar. Ein 90- oder 105-mm-Makro hat die ideale Porträtbrennweite und ist meist ausgesprochen scharf. Der einzige Nachteil ist der langsamere Autofokus, weil der Fokusweg für den Nahbereich ausgelegt ist.


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