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Makro

Makrofotografie: Wassertröpfchen

Ein Wassertropfen bildet das Dahinterliegende ab - auf dem Kopf und in Miniatur. Das ist das ganze Motiv.

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2026


Ein Wassertropfen an einem Halm ist eine Sammellinse. Was hinter ihm liegt, erscheint in ihm - verkleinert, seitenverkehrt und auf dem Kopf. Wer das weiss, hört auf, den Tropfen zu fotografieren, und fängt an, sein Innenbild zu gestalten.

Die zwei Schärfeebenen

Der entscheidende Punkt: Die Oberfläche des Tropfens und das Bild in seinem Inneren liegen nicht auf derselben Ebene. Du musst dich entscheiden.

Für das Innenbild fokussierst du minimal hinter die Tropfenoberfläche. Das ist eine Sache von Zehntelmillimetern - Live-View mit maximaler Lupe ist Pflicht.

Den Hintergrund bauen

Weil der Tropfen abbildet, was hinter ihm liegt, kannst du das Innenbild steuern: eine Blüte, ein farbiges Papier oder ein Muster im richtigen Abstand hinter den Tropfen stellen.

Der Abstand ist der Regler: Zu nah und die Form verschwimmt, zu weit und das Innenbild wird winzig. Zehn bis dreissig Zentimeter sind der übliche Bereich.

Tropfen erzeugen

Nach Regen und früh morgens bei Tau sind Tropfen natürlich vorhanden - das sieht am besten aus. Für kontrollierte Aufbauten reicht eine Sprühflasche mit destilliertem Wasser: Leitungswasser hinterlässt Kalkränder.

Ein Tropfen Spülmittel senkt die Oberflächenspannung und erzeugt flachere, breitere Tropfen. Ohne Zusatz bleiben sie kugelig - was für die Linsenwirkung besser ist.

Einstellungen

Blende f/11 bis f/16, damit mehr als nur die Tropfenmitte scharf wird. Stativ und Fernauslöser, weil hier jede Erschütterung sichtbar ist. Und Geduld: Von zwanzig Aufnahmen sitzt meist eine.

Verwandt: Makrofotografie von Pflanzen für den Aufbau und Schnee und Eis für Wasser in fester Form.


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