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Makro

Makrofotografie von Insekten

Insekten sind morgens langsam. Das ist der wichtigste Tipp der gesamten Insektenfotografie.

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2026


Insekten sind wechselwarm. Solange ihre Körpertemperatur niedrig ist, bewegen sie sich kaum - und genau dann sind sie fotografierbar.

Der Zeitpunkt

Die beste Stunde ist die vor Sonnenaufgang und kurz danach. Libellen, Schmetterlinge und Käfer sitzen dann bewegungslos an Halmen, oft mit Tau bedeckt. Man kann in Ruhe das Stativ aufbauen, den Ausschnitt wählen und mehrere Aufnahmen für ein Focus Stacking machen.

Ab etwa zehn Uhr ist damit Schluss. Danach bleibt nur die Pirsch.

Die Annäherung

Insekten reagieren auf Bewegung und auf Schatten, nicht auf Geräusch. Daraus folgt:

  • Langsam bewegen, nie ruckartig
  • Nicht zwischen Sonne und Insekt treten - der Schatten löst die Flucht aus
  • Sich frontal nähern, nicht von oben. Von oben kommen Fressfeinde
  • Auf Augenhöhe des Tiers gehen, das verbessert auch das Bild

Die Einstellungen

Bei beweglichen Motiven ist die Verschlusszeit wichtiger als die Blende. 1/250 Sekunde ist das Minimum, besser 1/500. Die fehlende Lichtmenge holst du über ISO und einen Blitz, nicht über eine offene Blende - dafür ist die Schärfentiefe zu knapp.

Der Fokus liegt auf den Augen. Bei Facettenaugen heisst das: auf die vordere Kante des Auges, nicht auf den Körper.

Blitz im Nahbereich

Ein kleiner Aufsteckblitz mit selbstgebautem Diffusor - ein Stück Backpapier reicht - löst drei Probleme gleichzeitig: Er ermöglicht kurze Zeiten, blendet auf f/11 ab und friert die Bewegung ein. Ohne Diffusor entstehen harte Reflexe auf dem Chitinpanzer.

Rücksicht

Insekten für ein Bild zu kühlen oder festzuhalten, ist verbreitet und trotzdem falsch. Wer früh genug aufsteht, braucht es nicht.

Verwandt: Makrofotografie von Pflanzen für unbewegte Motive und die Tierfotografie für die grösseren Verwandten.


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