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Tierfotografie

Tierfotografie im Zoo

Im Zoo ist das Tier garantiert da. Die Arbeit besteht darin, alles andere aus dem Bild zu bekommen.

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2026


Der Zoo ist der beste Trainingsplatz für Tierfotografie und die undankbarste Kulisse. Das Tier ist da, das Licht ist planbar - aber Gitter, Scheiben und Betonwände stehen im Weg.

Gitter verschwinden lassen

Ein Gitter wird unsichtbar, wenn drei Bedingungen zusammenkommen: Das Objektiv steht direkt am Gitter, die Brennweite ist lang, und die Blende ist offen. Dann liegt der Draht so weit ausserhalb der Schärfeebene, dass er sich zu einem gleichmässigen Schleier auflöst.

Zusätzlich hilft, eine Gitterstelle im Schatten zu wählen - beleuchtete Drähte hinterlassen auch unscharf noch einen sichtbaren Aufhellungsstreifen.

Scheiben

Bei Glas ist die Reflexion das Problem. Zwei Mittel:

Die Gegenlichtblende direkt an die Scheibe drücken - das schliesst seitliches Licht aus. Eine Gummiblende ist dafür ideal, weil sie sich anschmiegt und die Scheibe nicht zerkratzt.

Dunkle Kleidung tragen. Ein weisses T-Shirt spiegelt sich im Glas, ein schwarzes praktisch nicht.

Den Hintergrund suchen

Was das Zoobild verrät, ist selten das Tier, sondern der Hintergrund: Betonkante, Zaunpfosten, Besucher, Fütterungsschild. Die Lösung ist Bewegung - mehrfach die Position wechseln, bis hinter dem Tier nur noch Grün, Fels oder Wasser liegt.

Bei langer Brennweite und offener Blende wird ein drei Meter entfernter Hintergrund zur Farbfläche. Der Trick ist derselbe wie im Wald: Abstand zwischen Tier und Hintergrund maximieren.

Zeitpunkt

Früh am Morgen sind die Tiere aktiver und die Besucherzahl niedrig. Fütterungszeiten liefern Bewegung, aber auch Menschenmengen und meist unschöne Eimer im Bild.

Ehrlich bleiben

Ein Zoobild als Wildaufnahme auszugeben, ist der eine Fehler, den man nicht wieder gutmacht. Zoo ist eine legitime Aufnahmesituation - man muss sie nur nennen.

Verwandt: Tierfotografie mit Teleobjektiven und Tierfotografie im Wald.


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